Trauerkaffee

Trauerkaffee

Trauerkaffee: Das Leben muss weitergehen

„Trauerkaffee“ ist die moderne Bezeichnung für den einst so genannten „Leichenschmaus“. Für den Brauch, sich nach der Beisetzung zusammen niederzulassen, etwas zu trinken und zu essen, Erinnerungen über den Verstorbenen auszutauschen oder auch über ganz andere Dinge zu sprechen, um in den Alltag zurückzufinden, gibt es aber noch Dutzende weitere Namen: So heißt die Veranstaltung unter anderem auch Beerdigungskaffee, Flannerts, Leid- oder Traueressen, Leid- oder Leichenmahl, Trauer- oder Tränenbrot, Tröster, Leichentrunk, Leichenimbiss, Kremess oder Zehrung.

Rückkehr ins Leben

Die manchmal etwas makaber klingenden Bezeichnungen täuschen über die wichtige kulturelle Bedeutung etwas hinweg. Beim Trauerkaffee handelt es sich um ein Übergangsritual: Nach dem Tod eines Angehörigen und der damit einhergehenden Phase der Trauer leitet es die Rückkehr der Trauernden ins Leben ein, das schließlich weitergehen muss, auch wenn das in diesem Moment noch nicht vorstellbar ist. In manchen Kulturen ist der Leichenschmaus daher auch ein rauschendes Fest, das sich über mehrere Tage zieht.

Der Leichenschmaus als Gesellschaftsereignis

„Es war eine schöne Leich’…!“ sagten die Alten früher auf dem Dorf, wenn sie von einer Beerdigung und dem anschließenden Leichenschmaus zurückkamen. Sie hatten den Daheimgebliebenen viel zu erzählen: Neuigkeiten aus anderen Dörfern, manchmal sogar von denen, die in die entfernte Stadt gezogen waren. Man erfuhr von Sterbefällen, Hochzeiten und Streitigkeiten, von der letzten Ernte und den Mühen und Freuden des Alltags. Und man erzählte lebendig und farbenfroh die eine oder andere Begebenheit aus dem Leben des Verstorbenen, den man soeben gemeinsam zu Grabe getragen hatte. Der Leichenschmaus – Schnittstelle zwischen Abbruch und Neubeginn, Vergangenheit und Zukunft, Trauer und Erinnerung.

Kraft tanken für morgen

Das Beisammensein, die gemeinsame Einnahme von Speisen und Getränken, die Gespräche, die dabei entstehen, hilft den Trauernden, ihren Schmerz zu verarbeiten, an andere Dinge zu denken, Trost aus der Tatsache zu ziehen, dass der Tod der geliebten Person all diese verschiedenen Menschen zusammengeführt hat. In der Summe aller Erinnerungen bleibt er lebendig, auch über den körperlichen Tod hinaus. Der „Schmaus“ hilft außerdem dabei, nach einer entbehrungsreichen Zeit wieder zu neuen Kräften zu kommen, sich für die bevorstehenden Aufgaben zu rüsten.

Individuell gestaltbar

Das große Fest von einst ist heute meist nur noch ein Ausklang der eigentlichen Feierlichkeiten. Die oft von überall her angereisten Verwandten haben beim Trauerkaffee noch einmal die Gelegenheit, mit den direkten Hinterbliebenen ins Gespräch zu kommen, ihr Beileid auszusprechen oder ihre Unterstützung anzubieten. Vor der Rückfahrt können Sie sich außerdem noch einmal stärken – oder aufwärmen, wenn die Beerdigung im Winter stattfindet. Doch auch wenn die eigentliche Bedeutung des „Leichenschmauses“ weitestgehend vergessen ist, ist die Veranstaltung für die Hinterbliebenen doch meist eine positive Erfahrung. Gern organisieren wir für Sie den Trauerkaffee. Wir mieten einen Raum für die Trauergemeinde und kümmern uns um die Verpflegung. Teilen Sie uns einfach Ihre Wünsche mit.

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