Grabarten

Grabart - Urne

Reihen-, Wahl- und Urnengräber

Die Grabstellen auf Friedhöfen lassen sich in Reihen- und Wahlgräber einteilen. Reihengräber verdanken ihren Namen der Tatsache, dass Ort und Größe nicht frei wählbar sind, weil sie eben „in Reihe“ vergeben werden. Der Verstorbene wird also im nächsten freien Grab beigesetzt. Es handelt sich außerdem immer um Einzelgräber. Die teurere Alternative sind Wahlgräber: Hier kann nicht nur der genaue Ort gewählt werden – etwa unter einem Baum –, sondern auch die Größe. Man unterscheidet zwischen Einzeltiefgräbern, die zwei Särgen oder vier Urnen Platz bieten, und Mehrfachwahl- oder Familiengräbern, in denen bis zu vier Särge oder acht Urnen beigesetzt werden können. Ebenfalls von Bedeutung sind die sogenannten Ruhefristen: Dabei handelt es sich um die Zeitspanne, über die das Grab gepachtet wird. Üblicherweise belaufen sich diese Ruhefristen auf 30 Jahre bzw. 15 bis 25 Jahre für Kindergräber.

Reihen- und Wahlgemeinschaftsgräber

Das Reihengemeinschaftsgrab wird, wie es der Name sagt, der Reihe nach auf einem von dem Friedhofsträger vorgeschriebenen Feld vergeben. Es kann also nicht frei ausgesucht werden. Nach der Beisetzung fallen außerdem keine weiteren Pflegearbeiten an, denn die Graboberfläche wird mit Rasen eingesät. Oft wird das Reihengemeinschaftsgrab als anonyme Grabstelle bezeichnet, doch das stimmt nicht. Einige Friedhofsträger erlauben die Markierung der Grabstelle mit einer Namenstafel oder dem Eintrag in eine Namenswand. Auf einigen Friedhöfen ist diese Markierung sogar Vorschrift. Das Wahlgemeinschaftsgrab wird wie ein Reihengemeinschaftsgrab von der Friedhofsverwaltung gepflegt. Es gibt ein- oder zweistelliger Wahlgemeinschaftsgräber. Sie haben eine Pflanzecke für Angehörige, die jedoch nicht genutzt werden muss.

Ewiger Frieden in der Natur: Ruhe- und Friedwälder, Baumgrab

In den vergangenen Jahren sind in Konkurrenz zu den städtischen Friedhöfen die sogenannten Ruhe- oder Friedwälder entstanden. Hierbei handelt es sich um Waldstücke, in denen Urnen ohne jeden Grabschmuck der Natur überantwortet werden. Interessenten können sich eine Grabstelle aussuchen – meist liegen sie unter Bäumen, es ist aber auch möglich, Urnen auf kleinen Lichtungen zu beerdigen –, die dann mit einem einfachen Namensschild gekennzeichnet wird. Als Schmuck fungiert lediglich das durch die Jahreszeiten wechselnde Gesicht der Natur. Viele Friedhöfe bieten als Alternative zu den Begräbniswäldern auch Urnengräber am Baum an.

Kolumbarien und Urnengärten

Urnen können außerdem in Kolumbarien und Urnengärten beigesetzt werden. Kolumbarien finden sich unter anderem auch in manchen Bestattungsinstituten oder Hospizen. Gegenüber Friedhöfen oder Ruhewäldern haben Kolumbarien den Vorteil, dass Angehörige den Verstorbenen geschützt vor Wind und Wetter besuchen und auf Sitzplätzen bei ihm verweilen können. Wer sich für eine solche Bestattungsart interessiert, sollte sich allerdings frühzeitig um einen Platz kümmern, denn diese sind natürlich stark begrenzt. Außerdem gehen viele Friedhöfe dazu über, spezielle Urnengärten anzulegen: Hierbei handelt es sich um speziell für die Urnenbestattung angelegte Flächen. Auf jedem Grab steht eine Stele, die mit Vor- und Nachname sowie Geburts- und Sterbejahr beschriftet wird. Die Aufstellung weiterer Elemente oder die individuelle Gestaltung sind nicht gestattet.

Informationsbroschüre „Entscheidungshilfe bei der Grabauswahl“ – bitte anklicken.

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